Wollsocken mit Urkunde

"Da muss Schafwolle rein!", meinte die Mutter von Manuela Engelbrecht auf die Frage, wie man in gestrickte Socken richtig mollig warme Füße bekommt. Drei Jahre hat Manuela daraufhin getüftelt. Nun sind ihre Socken mit Schafwolleinlage Eingetragen ins Geschmacksmusterregister. Die Nachfrage ist so groß, dass sie bis Weihnachten ausverkauft ist.
Wollsocken mit Schaffellteilen
Nie mehr kalte Füße - das ist ein Wunsch, den Manuela Engelbrecht aus Herlheim (Landkreis Schweinfurt) ihren Kunden nach jahrelanger Tüftelarbeit erfüllen kann: Der jungen Frau ist es gelungen, Wollsocken zu stricken, in die Schaffellteile eingearbeitet werden und die man sogar in der Waschmaschine waschen kann. Die Erfindung hat sie sich inzwischen eintragen lassen - die Urkunde des Patent- und Markenamts über die Eintragung ins Geschmacksmusterregister hängt stolz in ihrer Werkstatt.
Tagesproduktion: Zehn Paar Socken
Oder vielleicht sollte man lieber "Handarbeitsstube" sagen: Dort arbeiten zwei Strickmaschinen täglich zehn Stunden, um genau zehn Paar Socken zu fertigen. Angefangen hat die Geschichte der Erfinderin, als ihre Mutter vor einigen Jahren in Thüringen im Urlaub war und dort bei einer Führung im Museum erfuhr, dass früher auch Schaffell für Socken verwendet wurde - das halte die Füße warm und führe nicht zu Schweißbildung.
Volle Auftragsbücher
Zuhause erzählte sie ihrer Tochter Manuela von der Geschichte - und die fing gleich zu tüfteln an. Die Schwierigkeit dabei: Wollsocken aus Schafwolle kratzen. Man musste also versuchen, Schaffellteile in die Socken einzuarbeiten, und zwar so, dass diese Teile weder beim Tragen noch in der Waschmaschine verrutschen. Das ist Manuela Engelbrecht nach vier Jahren Entwicklungszeit auch gelungen. Die Eintragung ist der Lohn für diese lange Entwicklungsarbeit. Außerdem haben die Schaffellsocken der Erfinderin auch volle Auftragsbücher beschert. Bis Weihnachten sind alle Socken bereits ausverkauft - und auch danach gibt es noch genug zu tun.
Quelle: BR-Online |